Eichen

Historie:

Eine Erwähnung von Buckenbach und Stentenbach findet sich bereits im ältesten Diözesan-Register (um 1300) und im ältesten Siegener Renteiverzeichnis von 1414/19 ist ein Gut zu Stendenbach abgabepflichtig. Eichen erscheint 1461 in einem Schatzungsregister. Damals zählen Bockenbach 9, Eichen 6 und Stendenbach 3 schatzungspflichtige Personen.

Erster Schultheiß des Amtes Ferndorf-Krombach ist Hannes zon Eichen (1467 - 82). Um 1690 zahlten alle drei Dörfer Abgaben an die nassauischen Landesherren. Zu dieser Zeit waren in Eichen 18 Häuser verzeichnet, die nassauische Mühle war verpachtet und der in Eichen bereits bestehende Stahlhammer entrichtete Zinsen.

Im Jahr 1855 war der Eichener Hammer der bedeutendste Stahlhammer im Kreis Siegen. An seiner Stelle wurden 1869 zwei Puddelöfen mit einem Dampfhammer errichtet und 1884 wurde daraus das Eichener Walzwerk Stähler & Co. .Bis heute ist der im Volksmund genannte Eichener "Hamer" ein bedeutender Industriebetrieb (Thyssen Krupp Steel AG) und größter Arbeitgeber in der Stadt.

Auch andere Betriebe und Gewerbe haben sich in Eichen entwickelt, beispielhaft sei hier die Braustätte der Eichener Brauerei - 1888 gegründet und mittlerweile Bestandteil der Krombacher Brauerei - genannt.

Die Ortsteile Bockenbach und Stendenbach hingegen haben ihren dörflichen Charakter bis in die heutige Zeit bewahrt. 1961 schlossen sich die drei Dörfer zu einer politischen Gemeinde zusammen. Seit 1969 sind sie jeweils einzelne Stadteile von Kreuztal, betrachten sich aber weiterhin als eine Gemeinschaft im unteren Littfetal.
(Quellen: Stadtarchiv Kreuztal; Werner Wied, Kreuztal - Junge Stadt am Kindelsberg, 1969)

Wappen:

Foto: Wappen Eichen

Das ursprüngliche Eichener Wappen (bis 1960) beinhaltet im oberen Teil des quergespaltenen Schildes ein auf goldenem Grund liegendes blaues Hifthorn. Die untere Schildhälfte zeigt auf blauem Grund eine goldenen Eichel.

Foto: Wappen Eichen

Das neue Wappen enthält im oberen Teil des zunächst quergespaltenen Schildes auf blauem Grund das goldene Hifthorn. Die untere Schildhälfte ist nochmals dreigespalten und zeigt im mittleren aufsteigenden spitzen Feld eine aufgerichtete goldene Eichel, das Symbol der Gemeinde Eichen. Das äußere Feld links zeigt einen Rehbockkopf, das Symbol für Bockenbach, wohingegen das äußere Feld rechts einen querliegenden Maueranker aufweißt, das Wappenzeichen der Herren von Wildenburg, die einst in Stendenbach reich begütert waren.

Geographie:

Fläche: 2,59 qkm
Länge der Stadtteilgrenze: 11,3 km

Verkehrslage:

Hauptverkehrsader ist die B54 (Hagener Straße). Eine eigene Anschlussstelle an die Weiter-führung der HTS (Hüttentalstraße) ist z.Zt. allerdings nicht geplant. Eichen ist Haltepunkt der Bahnlinie Hagen-Siegen.

In Eichen

findet man ein gut erhaltenes Fachwerkensemble im alten Ortskern sowie eine mehr als hundertjährige Brautradition. Sportbegeisterte finden unter den zahlreichen Angeboten des TV Eichen sicher das richtige und ein weiteres Betätigungsfeld im Naturfreibad.