Städtebauförderung

Projektaufruf „Starke Quartiere - Starke Menschen“

„Starke Quartiere – starke Menschen“ bezeichnet einen gemeinsamen Aufruf der Programme des EFRE, des ELER und des ESF (2014-2020) zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung.

Im Rahmen dieses gemeinsamen Aufrufs hat die Stadt Kreuztal im Jahr 2016 ein Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) für das Gebiet „Kreuztal-Mitte“ erarbeitet. Das Konzept wurde nach intensiver Öffentlichkeitsbeteiligung und Beratung in den politischen Gremien am 15.12.2016 vom Rat der Stadt Kreuztal beschlossen. Das IEHK ist Voraussetzung und Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln im Projektaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“.

Die IntermAG (Interministerielle Arbeitsgruppe) hat in Ihrer Sitzung am 17.03.2017 die von der Stadt Kreuztal eingereichte Bewerbung für das Quartier „Kreuztal Mitte“ beraten und festgestellt, dass das Handlungskonzept (IEHK) sowie die Einbettung des Konzeptes in die gesamtstädtischen Handlungsansätze grundsätzlich geeignet sind, das Quartier gemäß den in dem gemeinsamen Programmaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ formulierten Zielen zu stabilisieren und nachhaltig aufzuwerten.

Die Förderung erfolgt über das Programm „Soziale Stadt“ (Städtebauförderung) und kann je nach Voraussetzungen mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert werden.

Am 17. Oktober 2017 erhielt die Stadt Kreuztal den Zuwendungsbescheid über die Aufnahme in das Förderprogramm „Soziale Stadt“.

Soziale Stadt Gebiet Kreuztal Mitte
Umbau und Modernisierung der Jugendbegegnungsstätte Kreuztal

Aufenthaltsraum JBS (Ist-Zustand)

Aufenthaltsraum JBS
(Ist-Zustand)

Ausgangssituation / Problemstellung
Eine der ersten baulichen Maßnahmen, die im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ 2017 im Zusammenhang mit einer EFRE-Kofinanzierung umgesetzt werden, ist der Umbau und die Modernisierung der Jugendbegegnungsstätte an der Roonstraße. Hierbei handelt es sich um einen der meistbesuchten Jugendtreffs in der Stadt mit einer besonderen Bedeutung für die außerschulische Bildung, Freizeitgestaltung und Alltagsbewältigung der Kinder und Jugendlichen im Fördergebiet. Die Einrichtung existiert seit ca. 35 Jahren und zeigt neben baulichen und energetischen Mängeln vor allem auch funktionale und gestalterische Defizite und kann den Ansprüchen an eine moderne, attraktive Begegnungsstätte nicht mehr gerecht werden.

Zugang zum Untergeschoss (Ist-Zustand)

Zugang zum Untergeschoss
(Ist-Zustand)

Ziel
Ziel ist es, einen attraktiven Ort mit einer hohen Akzeptanz und Identifikation für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Durch die bauliche, funktionale und gestalterische Aufwertung der Jugendbegegnungsstätte soll eine Stärkung des außerschulischen Freizeit- und Lernortes erfolgen und zu einer Verbesserung des Zusammenlebens in kultureller Vielfalt und des sozialen Zusammenhaltes in der Stadtmitte beigetragen werden. Die Zielgruppe dieser Maßnahme sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 27 Jahren.

Beteiligungsfahrplan

Beteiligungsfahrplan

Beteiligung
Im Stadtentwicklungsgebiet „Stadtmitte“ leben rd. 1.725 Kinder und Jugendliche; davon sind 648 Jugendliche im „Jugendhausalter“. Der Jugendquotient beträgt hier 19,55 %. Der Anteil der EinwohnerInnen mit Migrationshintergrund beträgt 32.96 %. Um eine hohe Akzeptanz und besondere Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit den neu gestalteten Räumlichkeiten zu gewährleisten, wurden im Rahmen der Planung verschiedene Beteiligungsprojekte durchgeführt und die Wünsche und Vorstellungen der zukünftigen Nutzer(innen) soweit möglich berücksichtigt.

Durchführung
Nach Vorliegen des Zuwendungsbescheids vom 28.09.2017 wurde mit der baulichen Umsetzung des Projektes begonnen. Zunächst erfolgten im Frühjahr 2018 die Entkernungsarbeiten im Bestandsgebäude der alten Jugendbegegnungsstätte (JBS Kreuztal) und das Herrichten des Baufeldes für den neuen Anbau.

Im Zuge des Anbaus wird die Begegnungsstätte um ca. 130 m² erweitert und die barrierefreie Zugänglichkeit in alle Geschosse durch den Einbau eines Aufzuges ermöglicht. Insgesamt gewinnt die Einrichtung damit Raum für zusätzliche Nutzungen und Veranstaltungen. Eine Küche, ein Gamerroom sowie ein barrierefreies WC ergänzen das neue Angebot. Die Fertigstellung des Rohbaus erfolgte im Sommer 2018. Im darauffolgenden September wurde eine große Fensterfassade, die eine Durchflutung mit Tageslicht erlaubt, eingebaut.

Seit Oktober 2018 werden die Installationsarbeiten für Strom, Wasser, Gas und Heizung nach aktuellen Anforderungen, d.h. soweit möglich mit erneuerbaren Energien, durchgeführt. Die Neuinstallation erstreckt sich bis ins Bestandsgebäude und wird sich bis in den Frühsommer 2019 fortsetzen.

Im Frühjahr 2019 wird mit dem Innenausbau des neuen Treffpunktes begonnen. Im Anschluss daran werden die Malerarbeiten an der Außenfassade durchgeführt und mit der Gestaltung der neuen Außenanlage begonnen. Dazu gehören die Errichtung eines Terrassenpodestes und ein barrierefreier Zugang ins Gebäude. Zum Verweilen lädt zukünftig auch die neu geschaffene Flachdachfläche des Anbaus durch eine integrierte Dachterrasse mit angrenzendem Gründach ein.

Die Übergabe des Gebäudes ist zum Ende der Sommerferien 2019 geplant.

Die Modernisierung der Jugendbegegnungsstätte ist auch auf der offiziellen Homepage des EFRE-NRW (www.efre.nrw.de) als Projekt des Monats veröffentlicht.

Kontakt:
Stadt Kreuztal, Sachgebiet Stadtplanung
Rathaus Kreuztal, 2. Etage
Frau Schäfer (Zi. 205)
Tel. 02732/51-274