Innogy und Stadt Kreuztal vergeben innogy-Klimaschutzpreis 2018

Donnerstag, 31.01.2019

In dieser Woche wurde in Kreuztal der innogy-Klimaschutzpreis 2018 an drei Preisträger verliehen, die vor Ort in Kreuztal verschiedene Projekte und Maßnahmen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes realisiert haben.

v.l.n.r.: Familie Potthoff, Antje Hoffmann, Reiner Hirschhäuser, Eberhard Vogel, Vertreter Heimatverein Littfeld und Michael Nöh

v.l.n.r.: Familie Potthoff, Antje Hoffmann, Reiner Hirschhäuser, Eberhard Vogel, Vertreter Heimatverein Littfeld und Michael Nöh

Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Preisgewinner lag dieses Mal auf Initiativen, die das Ansinnen des neuen Insektenschutzkonzeptes der Stadt Kreuztal unterstützen. Dieses Konzept hat die Renaturierung und Begrünung öffentlicher Flächen zur Wiedergewinnung der
von einem massiven Rückgang bedrohten Insekten, wie z.B. Bienen, zum Ziel.
Biotop- und Artenschutz waren deshalb die Hauptkriterien bei der Auswahl der Gewinner.

Im Kreuztaler Rathaus überreichten der Beigeordnete Eberhard Vogel und Reiner Hirschhäuser, Kommunalmanager von innogy, gemeinsam mit der städtischen Umweltbeauftragten Antje Hoffmann die Siegerurkunden an die Preisträger. Neben den Urkunde können sich die Gewinner über das von innogy bereitgestellte Preisgeld in Höhe von insgesamt 2.500 Euro freuen.

Den ersten Platz belegen die Eheleute Nöh für die Insekten- und Artenfreundliche Umgestaltung ihres Gartens.
Die biologische Vielfalt geht auch im Siedlungsbereich deutlich zurück. Immer neue Studien belegen, dass der Reichtum an Arten, Lebensräumen und Genen abnimmt. Im Siedlungsbereich verschlimmern die Flächenversiegelung, der Einsatz nicht heimischer Pflanzen und sterile Grünflächen die Misere. Die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen sind immens. Es ist höchste Zeit, diesen Trend zu stoppen und Privatgärten können dabei eine tragende Rolle spielen. Gärten erfüllen eine wichtige ökologische Funktion – sofern sie naturnah und strukturenreich bewirtschaftet werden. Dann bieten sie wichtige Lebensräume für viele Pflanzen- und Tierarten. Zudem ermöglichen Gärten, dass sich Pflanzen und Tiere wieder ausbreiten. Als Trittbiotope ergänzen sie den Biotopverband. Ein Vorbild für diese Art des Naturschutzes sind Michael und Carola Nöh. Sie fördern die biologische Vielfalt mit heimischen Pflanzen, Nisthilfen und Winterquartieren für Insekten sowie einem Teich mit Sumpfzone. Oft braucht es gar nicht viel, um Pflanzen und Tieren eine neue Heimat zu schenken.

Mit dem Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen belegt ein „Wiederholungstäter“ den 2. Platz. Der Verein engagiert sich schon seit Jahren vorbildlich für kontinuierlichen und nachhaltigen Umweltschutz, u.a. mit seinen Initiativen gegen das Insektensterben und mit dem Verzicht auf Einwegbesteck- und Geschirr bei Veranstaltungen.

Die Mitglieder des Heimatvereines wollen mit ihren zahlreichen Aktionen und Events Menschen dafür begeistern, der Natur wieder mehr Raum zu geben und zugleich Wissen vermitteln, wie für Tiere und Pflanzen ein neues Zuhause geschaffen werden kann.

Dirk Potthoff hat sich der Waldarbeit mit dem Pferd verschrieben und belegt damit Platz drei. Bei der sog. „Bodenverwundung mit Pferd zur Natur-Verjüngung“ wird der Waldboden durch den Einsatz von Pferden und einem speziell dafür entwickelten Waldpflug äußerst schonend bearbeitet, so dass in die entstehenden Verwundungen Samen für spezielle Bäume gesät werden können. Damit werden die Waldbestände verjüngt und die reinen Fichtenbestände durch das emissionsfreie Arbeiten mit Pflug und Pferd, Geduld und Zeit zu Mischbeständen. Durch die Artenvielfalt sind Mischbestände witterungs- und wetterbeständiger und liefern dem biologischen Kreislauf mehr Grundlage für ein stabiles Ökosystem, welches dem Menschen und der Natur zugutekommt.
Neben dem Projekt der Bodenverwundung werden durch den Einsatz mit Pferden beim Holzrücken die Bestände bereits umweltschonend bearbeitet. Es wird weitestgehend auf den Einsatz von Maschinen verzichtet, um die Bodenverdichtung so gering wie möglich zu halten. Dadurch verliert der Waldboden nicht seine Speichereigenschaften und kann Wasser und vor allem Nährstoffe zu Bäumen und den gedeihenden jungen Pflanzen transportieren.

Das Bewerbungsverfahren für den innogy-Klimaschutzpreis ist ganz einfach: Ein formloses Schreiben aufsetzen mit Informationen darüber, welche Maßnahmen man umgesetzt hat, dieses bei der Umweltberatung der Stadt Kreuztal einreichen (Stadt Kreuztal, Umweltberatung,
Siegener Str. 5, 57223 Kreuztal oder Email: A.Hoffmann@Kreuztal.de) und schon kann man zu den Gewinnern gehören.

Fragen zum Klimaschutzpreis kann die städtische Umweltberaterin Antje Hoffmann unter Tel.: 02732 51-313 beantworten.
Weitere Infos gibt es unter https://iam.innogy.com/ueber-innogy/innogy-vor-ort/soziales-engagement/klimaschutzpreis

Dirk Potthoff und Kollege mit Holz-Rückepferd

Dirk Potthoff und Kollege mit Holz-Rückepferd