Kreuztaler Schreibwerkstatt – Frauen schreiben im Park - Eine Adventslesung mit Abschieden und Neuanfängen

Dienstag, 18.12.2018

Um die neuesten Werke der Kreuztaler Schreibwerkstatt zu hören und zu erleben, hatten sich zur adventlichen Lesung in der Stadtbibliothek Kreuztal viele interessierte Menschen eingefunden. Es war eine besondere Leseveranstaltung, die mit einigen Abschieden und auch Neuerungen verbunden war.

Seit 2001 schon besteht die Schreibwerkstatt in Kreuztal, die immer wieder auch zu öffentlichen Lesungen einlädt. Bisher unterstützt durch die Gleichstellungsstelle, dient die Anknüpfung an die Bibliothek nun als neuer Schreibwerkstatt-Gedankenraum.
Die öffentliche Lesung war auch das Abschiedsgeschenk der Schreibwerkstattfrauen für deren langjährige Leiterin Ursula Adler. In der Weißen Villa im Park sind mithilfe ihrer Impulse viele selbst erlebte aber auch der Fantasie entsprungene Geschichten in unterschiedlichen Textformen entstanden. Die Ergebnisse wurden gedruckt und in gebundener Form den Gästen als Erinnerung überlassen. Gelesen wurden sie nun das 1. Mal in der modernen Stadtbibliothek der Stadt Kreuztal.
Möglich gemacht hatten dies die Gleichstellungsbeauftragte Monika Molkentin-Syring und die Leiterin der Stadtbibliothek Kirstin Krässel sowie Rita Beims von den schreibenden Frauen.
Die vorgelesenen Texte zu Themen wie: Buntgemischtes, Danke, Schreiben, Weihnachten und Abschied wurden musikalisch perfekt umrahmt von dem Flötistinnenensemble „Flautille“.
Nach einem abwechslungsreichen Programm, das vor rund 50 Zuhörern und Zuhörerinnen stattfand, konnte Ursula Adler sichtlich zufrieden ihren Staffelstift an Adele von Bünau übergeben. Denn ab Februar 2019 wird von Bünau die Impulse zum Schreiben im Park geben.

„Abschiedskompetenz, die habt ihr wahrlich“, bemerkte Ursula Adler spontan zum Abschluss der 9. Lesung der Frauen der Kreuztaler Schreibwerkstatt am 1. Adventssonntag. „Spaß an der Sprache, Arbeit an der Sprache, persönliche Weiterentwicklung mit der Sprache, das war mir wichtig“, berichtete sie.

„Insgesamt eine runde Sache“ bemerkte ein Besucher und eine weitere Zuhörerin meinte: “Es war sehr kurzweilig. Interessant, wie viele unterschiedliche Texte zu einem Thema entstehen können.“ Dabei zeigte sie auf das Textbuch, das sie als Geschenk mitnehmen konnte.
Auch die 10 Akteurinnen selbst waren mit dem Verlauf des Nachmittags äußerst zufrieden. Hedi Schäfer resümierte stellvertretend für alle: „Wir haben unser Publikum sichtlich erfreut. Das ist auch für uns ein großes Geschenk.“ „ Für mich steht das Wort Zusammengehörigkeit heute vorne“, sagt Martina Winchenbach. Und Andrea Ade fügt hinzu: „Ja, die Liebe zum Schreiben verbindet uns.“