Girls` Day und Boys` Day 2018 – Stadt Kreuztal beteiligt sich

Donnerstag, 26.04.2018

13 Schüler und Schülerinnen nahmen am Girls´Day und Boys´Day 2018 bei der Stadt Kreuztal teil. Während zehn Jungs in den zurzeit eher weiblich geprägten Berufen in Kindergärten und Grundschule einen Arbeitstag verbrachten, schauten sich drei Mädchen in den durchaus technisch ausgerichteten Arbeitsbereichen Schulhausmeister/Gebäudemanagement, Tiefbau und Stadtplanung um.

Die Gleichstellungsbeauftragte Monika Molkentin-Syring besuchte die Schüler und Schülerinnen an ihren Einsatzorten und führte kurze Interviews mit ihnen.

Julia Edelhoff, 8. Klasse, Realschule Kreuztal, gestaltete schon in der Jugendkunstschule zeichnerisch den Roten Platz. Der Wunsch die Stadtplanung kennenzulernen ergab sich von allein. Sie war mit Tim Anhalt im Außendienst in Ferndorf und skizzierte danach das Gelände. Zukunftswunsch: Städte oder Medien gestalten.

Im Tiefbauamt begleitete Sabine Thönnissen eine Schülerin des Gymnasiums, die den Beruf ihrer Nachbarin sehr interessant findet und deshalb sehen wollte, was eine Technische Mitarbeiterin der Stadt Kreuztal im Tiefbaubereich täglich zu tun hat. Ihr Zukunftswunsch ist allerdings Chirurgin oder Ärztin bei der Bundeswehr zu sein.

Sarah Imhof, 14 Jahre, Realschule Kreuztal, begleitete ab 7.00 Uhr den Schulhausmeister der Grundschule Kredenbach zu Kontrollgängen durch die Schule und Turnhalle. Danach wurde Milchgeld gesammelt und abgerechnet. Sie hat durchaus berufliches Interesse am technischen Gebäudemanagement, schätzt aber auch den Kontakt mit den Schulkindern. Sie könnte sich vorstellen, in diesem Berufsfeld tätig zu sein.

An der Grundschule hospitierten auch Paul Klein und Mats Gebhardt im Unterricht der 1. und 2. Klassen. Mit analytischem Blick schauten die Schüler der 9. Klasse des Stift Keppel auf die Kinder und Lehrerinnen. Bauingenieur und Psychologe sind zurzeit ihre Berufswünsche, Lehrer im Grundschulbereich nicht ganz ausgeschlossen.

Simon Hochholz, 9. Klasse, Clara-Schumann-Gesamtschule, 14 Jahre alt, begleitete eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes in den Außendienst zu örtlichen Ermittlungen. Da er noch ohne Berufswunsch ist, wurde hier vielleicht sein Interesse für die durchaus spannende Tätigkeit in einer Verwaltung geweckt.

In den Kindergärten Ferndorfer Knirpse, Langenau, Kunterbunt, Krombach, Littfeld hospitierten am Boys´Day auch ehemalige Kindergartenkinder.

Justin Klein, 13 Jahre alt, von der Realschule Kreuztal, besuchte die heutigen Kinder seines früheren Kindergartens. Er wollte gern sehen, wie es dort heute aussieht. Sein Berufswunsch ist es Pilot zu werden, so dass er die Berufsfelderkundung auch am Siegerlandflughafen absolvieren wird. Sein Hobby ist die Modellfliegerei.

Timo Schmidt, 15 Jahre alt, von der Gesamtschule Siegen ist gern bei den Littfelder Kindern um zu basteln, zu malen und zu bauen. Dennoch möchte er eher in ein richtiges Handwerk wechseln. Dazu möchte er noch das Fachabi „bauen“.

Jannik Schneider und Theo Hoffmann, beide Realschule Kreuztal, haben sich den Einsatz in den Kindergärten Krombach und Kunterbunt selbst ausgesucht. Beide mögen es mit Kindern zu arbeiten und zu bauen. Eine besondere Herausforderung ist der Einsatz von Theo im gerade wieder mal spielzeugfreien Kindergarten Kunterbunt. Hier werden Spielzeuge nun selbst entworfen und gebaut. Beide Jungs schätzen den technischen Bereich für ihre berufliche Zukunft.

Tim Luca Schneider war schon als Kind im Langenauer Kindergarten. Nach seiner Selbsteinschätzung kommt er gut mit Kindern zurecht, möchte aber ebenfalls im handwerklichen Bereich als Tischler oder Schreiner arbeiten.

Stadtplanung und Gebäudemanagement erschienen den jugendlichen Mädchen als interessante Berufsorte. Vielleicht finden sie sich nach Beendigung der Schulzeit als Bewerberinnen wieder ein. Während die Mädchen sich auch auf die technischen Berufe ausrichten, bleiben die diesjährigen Schüler des Boys Day den typischen Männerberufen zurzeit noch treu.