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Montag, 25.03.2024

Sicher und mit Ladefunktion – neue Schließanlagen nicht nur für E-Bikes in Kreuztal

Bürgermeister Walter Kiß und Radverkehrsbeauftragte Anke Utsch an der neuen Sammelschließanlage in der Tiefgarage unter dem Roten Platz in Kreuztals Stadtmitte. Hier kann man auch Lastenräder bequem und sicher unterstellen.

Um den Radverkehr im Stadtgebiet zu fördern, braucht es nicht nur gut ausgebaute Fahrradwege, sondern auch ausreichend und vor allem sichere Abstellmöglichkeiten für klassische Drahtesel, liebgewonnene Schätzchen und hochmoderne E-Bikes – für letztere selbstverständlich auch mit Ladeanschluss für den Akku.

 

Diese Möglichkeit hat die Stadt Kreuztal jetzt an vier strategisch wichtigen Standorten geschaffen: Ab sofort können Fahrräder in modernen und sicheren Abstellanlagen in der Tiefgarage in der Stadtmitte sowie in Fahrradboxen jeweils an den Bahnhöfen Kreuztal, Eichen und Littfeld „geparkt“ werden. Weitere Anlagen sind bereits geplant und folgen bald.

In der Tiefgarage Stadtmitte an der Einfahrt Grabenstraße ist eine Sammelschließanlage für insgesamt 20 Fahrräder entstanden, die auch für Lastenräder geeignet ist. Innerhalb der Schließanlage gibt es neun Schließfächer, in denen man nicht nur Helm, Packtaschen und sonstiges verstauen, sondern auch den Akku laden kann. Längere Aufenthalte in der Stadtmitte kann man somit ab sofort noch bequemer und mit gutem Gefühl mit dem Rad erledigen, das unterdessen sicher und wettergeschützt untergebracht ist. Die Kosten in Höhe von ca. 40.000 Euro für die Errichtung der Schließanlage werden von Bund und Land NRW zu 90 % bezuschusst.

 

Mit dem Rad zum Bahnhof und von dort aus weiter mit dem Zug – eine prima Sache, wenn man sich sicher sein kann, dass das Fahrrad bei Rückkehr wohlbehalten und vollgeladen bereitsteht. Um dies zu gewährleisten, stehen ab sofort am Bahnhof Kreuztal zehn neue Fahrradboxen bereit, von denen fünf mit Lademöglichkeit ausgestattet sind. Am Bahnhof in Littfeld können fünf neue Boxen genutzt werden, zwei davon mit Akkuladestation. Der Bahnhaltepunkt in Eichen wurde ebenfalls mit zehn Fahrradboxen ausgestattet, drei davon mit Lademöglichkeit. Diese Anlagen wurden zu 90% vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 71.000 Euro.

 

Alle Anlagen werden über ein vom NWL zur Verfügung gestelltes digitales Buchungs- und Zugangssystem gesteuert. Über die Internetseite von radbox.nrw kann man nach der einmaligen Registrierung jederzeit für alle Anlagen einsehen, welche Plätze frei sind, und dann einen Stellplatz für die gewünschte Zeit buchen. Die Kosten richten sich nach der Buchungsdauer: 6 Stunden kosten 40 Cent, 12 Stunden 60 Cent – wenn man die Ladefunktion dazubucht, wird es um ein paar Cent teurer. Man kann aber auch einen oder mehrere Tage, sowie Wochen oder Monate bis zu einem ganzen Jahr buchen. Ein ganzes Jahr inklusive Ladeanschluss fürs E-Bike kostet 176 €. ÖPNV-Abokunden bezahlen jeweils nur die Hälfte.

 

Die einmalige Registrierung bei radbox.nrw erfolgt mit der persönlichen E-Mail-Adresse und einer Sicherheitsfrage. Danach erhält man per E-Mail einen Sicherheitscode, mit dem der Benutzeraccount freigeschaltet wird. Wenn man dann sein gewünschtes Zahlungsmittel (PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Mandat) eingetragen hat, kann es losgehen und man kann einen Stellplatz buchen.

Im Laufe der nächsten Monate werden vier weitere Sammelschließanlagen in der Kreuztaler Innenstadt geschaffen: Auf dem Parkplatz Roonstraße, an der Straße „Zum Erbstollen“ und zwei weitere im Schul- und Sportzentrum. Am Bahnhof Kreuztal werden im Zuge des Ausbaus zur Mobilstation durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) weitere zehn moderne Boxen errichtet. Die in die Jahre gekommenen Boxen unter der Überdachung rechts neben dem Bahnhof werden abgebaut und gegen eine Sammelschließanlage – vergleichbar zur Anlage in der Tiefgarage – getauscht, in der auch genügend Platz für Lastenräder, Dreiräder oder Fahrräder mit Anhänger vorhanden ist.

 

Die Buchung aller neuen und sicheren Fahrradstellplätze in Kreuztal über das einheitliche B+R-Buchungs- und Zugangssystem radbox.nrw bietet den Vorteil, dass immer der gleiche Benutzeraccount und die gleiche Zugangstechnik genutzt wird. So kann z.B. die Öffnung der Tür einer Sammelanlage bzw. einer Einzelbox nicht nur mit Eintippen einer TAN sondern auch mit Vorhalten eines QR-Codes am Bedienterminal der Anlage vorgenommen werden. Sowohl TAN als auch QR-Code erhält man unmittelbar nach der Buchung. Man kann sich diese Buchungsdetails jederzeit über die Benutzeroberfläche von radbox.nrw anzeigen lassen.

 

Und noch ein Vorteil: Mit radbox.nrw kann man Fahrradabstellanlagen in ganz NRW nutzen, denn der NWL hat das System zusammen mit dem Partner-Verband go.Rheinland beschafft, um die umweltbewusste und vernetzte Mobilität zu fördern, und man arbeitet bereits daran, dass auch die B+R-Anlagen DeinRadschloss im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) systemübergreifend gebucht werden können.

 

Im Zuge des technischen Ausbaus von radbox.nrw wird es auch eine Schnittstelle geben, mit der eine Integration dieses Buchungssystems in bestehende Apps der Verkehrsunternehmen und Verbünde wie z.B. die App mobil.nrw möglich ist.

 

Neben Parkflächen für Lastenräder & Co. gibt es auch Schließfächer mit Ladefunktion, in denen man Helm, Taschen und den Akku separat unterbringen kann.