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Donnerstag, 24.11.2022

Westenergie Klimaschutzpreis für zwei Kreuztaler Projekte

v.l.: Bernd Appelkamp (Rechner, Waldgenossenschaft Stendenbach), Arne Siebel (Vorsteher Waldge-nossenschaft Stendenbach), Gisela Stettner, Christina Eckstein (Stadtbaurätin Kreuztal) und Reiner Hirschhäuser (Kommunalmanager Westenergie AG)

Die Kreuztalerin Gisela Stettner und die Waldgenossenschaft Stendenbach setzen sich auf jeweils ganz eigene Weise für den Klimaschutz ein und sind dafür nun jeweils mit dem Westenergie Klimaschutzpreis ausgezeichnet worden. Gisela Stettner hat mit ihrer Wiederaufforstungsaktion „Forstbaumprojekt Siegerland“ eine Baumpatenschaft ins Leben gerufen und die Waldgenossenschaft Stendenbach mit ihrem Waldhaus einen Ort der Begegnung und der Umweltbildung geschaffen.

 

„Mit den Auszeichnungen möchten wir uns für das großartige Engagement der beiden Preisträger bedanken. Der Umwelt- und Klimaschutz ist auch in unserer Stadt ein zentrales Thema und es ist schön zu sehen, dass die Kreuztalerinnen und Kreuztaler sich eigene und so kreative Wege suchen, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun“, sagt Kreuztals Stadtbaurätin Christina Eckstein. 

Die Verleihung fand in kleinem Rahmen in der Weißen Villa in Dreslers Park statt. Die Urkunden wurden durch Reiner Hirschhäuser, Kommunalmanager von Westenergie überreicht: „Naturschutz kann nicht allein von öffentlicher Seite übernommen werden, sondern lebt auch vom Ehrenamt und davon, dass alle ihren Teil dazu beitragen. Mit dem Westenergie Klimaschutzpreis sollen Projekte hervorgehoben werden, andere zum Nachdenken und Mitmachen anregen.“

 

 

Die Preisträger

Gisela Stettner für das Wiederaufforstungsprojekt „Forstbaumprojekt Siegerland“

Der erste Preis, dotiert mit 1.500 €, wurde Frau Gisela Stettner für das „Forstbaumprojekt Siegerland“ verliehen. Es handelt sich bei dem Projekt von Frau Stettner um eines mit Vorbildcharakter – sowohl für den Umgang mit den durch den Klimawandel entstandenen Borkenkäferkalamitätsflächen als auch für den Bereich der Umweltbildung. Durch die Übernahme von Baumpatenschaften, die über das Projekt ermöglicht werden, sensibilisiert Frau Stettner Private, aber auch soziale Institutionen wie Schulen oder ein Seniorenheim für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur. Die Baumpatinnen und Baumpaten können ihre Bäume auch ausgepflanzt noch besuchen – die Standorte an Weg- und Waldrändern sind öffentlich zugänglich und leisten einen langfristigen und nachhaltigen Beitrag sowohl zur Umwelt- und Klimabildung als auch für einen klimaangepassten und damit zukunftsfähigen Wald in der Stadt Kreuztal.

 

Waldgenossenschaft Stendenbach für die Errichtung des „Waldhauses Stendenbach“ als Ort der Umweltbildung

Der zweite Preis, dotiert mit 1.000 €, wurde an die Waldgenossenschaft Stendenbach für das Projekt „Waldhaus Stendenbach“ verliehen. Als Ort für Begegnungen und Seminare mit naturkundlichen Zielen leistet diese Einrichtung der Waldgenossenschaft Stendenbach einen Beitrag zur Umweltbildung und zur Sensibilisierung im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels sowie notwendige Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen. Neben Angeboten im Bereich der Umweltbildung ist auch das durch die Waldgenossenschaft hergerichtete Grundstück als Solches ein exemplarisches Lehrstück: Die Blühwiese, weitere einheimische und standortgerechte Pflanzen und Gehölze, Obstbäume sowie Bienenstock und Schaubienenkasten bieten allen interessierten Kreuztaler Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Einblick in die Themenbereiche Biodiversität und Klima zu erhalten.

 

Über den Westenergie Klimaschutzpreis

Mit dem Klimaschutzpreis zeichnet Westenergie jedes Jahr Projekte aus, die den Umwelt- und Klimaschutz in einer Stadt oder Gemeinde voranbringen. Die jeweilige Kommune entscheidet gemeinsam mit Westenergie über eine Preisvergabe, die mit einer Fördersumme dotiert ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Projekt noch in der Planungsphase, gerade in der Umsetzung oder schon abgeschlossen ist. Es gilt lediglich die Vorgabe, dass das Projekt der Allgemeinheit zugutekommen muss. Insgesamt wurden seit 1995 schon mehr als 7.000 Projekte zum Naturschutz ausgezeichnet.