Entwicklung

Das Gebiet der heutigen Stadt Kreuztal hat als Gewerbe- und Industriestandort eine lange Tradition, deren Entwicklung bis zum heutigen Tage kurz veranschaulicht werden soll.

Ursprünge

Bereits in der jüngeren La-Tène-Zeit (500 v. bis 200 n. Chr.) war das Siegerland von Berg- und Hüttenleuten bewohnt. Zahllose Verhüttungsstätten sind auch im Raum Kreuztal nachgewiesen worden.

Bergbau

Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte der Littfelder Bergbau seine höchste Blüte. In den Gruben Altenberg, Heinrichsegen und Viktoria förderte man bis zum I. Weltkrieg nicht nur Eisenerz, sondern auch Zink-, Blei-, Silber- und Kupfererze. Als lezte stellte die Grube Viktoria 1927 ihre Förderung ein. Heute ist der Siegerländer Bergbau gänzlich erloschen.

Eisen- und Stahlverarbeitung

1837 wurde der Kreuztaler Walzwerksverein gegründet, und drei Jahre später nahm das Werk seinen Betrieb auf. Dies kann man getrost als den Ursprung der Kreuztaler Industrie im eigentlichen Sinne bezeichnen, welche dann weitere entscheidende Anstöße für ihre Entwicklung durch den Bau der Eisenbahn (1861 Eröffnung der Ruhr-Sieg- Strecke, 1880 bis 1888 stufenweiser Bau der Nebenstrecke Kreuztal - Erndtebrück - Laasphe - Marburg), erhielt.

Kreuztal war somit Bahnknotenpunkt geworden. Die günstige Verkehrslage zog immer mehr Industrie an und leitete eine starke wirtschaftliche Entwicklung ein.

Moderne Industriebetriebe

Heute ist das Zentrum am Kindelsberg eine Industriestadt mit einer vielfältigen, zum Teil stark exportorientierten Industrie, deren Schwerpunkt als Folge dieser geschichtlichen Entwicklung auf der Eisen- und Blechverarbeitung und dem Maschinenbau liegt.