Umweltlexikon: W

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Wärmeschutzverordnung

Gilt für alle Gebäude, die für mehr als drei Monate jährlich auf mindestens 15 Grad Celsius geheizt werden. Die darin formulierten Wärmeschutzanforderungen gelten für Neubauten ; für Altbauten nur, sofern Um- und Ausbauten vorgenommen werden. Zweck der W. ist die Reduzierung des Heizungsbedarfs und damit einhergehend die Minderung von CO2 Emissionen.

Waschmittel

Wie Seife, Waschpulver und Geschirrspülmittel enthalten oberflächenaktive Substanzen, die in den Kläranlagen nur zum Teil aus dem Abwasser entfernt werden. Maschinengeschirrspülmittel enthalten darüber hinaus hohe Konzentrationen an Phosphaten. Gelangen diese in die Gewässer, verursachen sie dort eine Eutrophierung.
Umwelttipp: Beim Waschen nur die auf den Packungen angegebenen Mengen an Waschmittel verwenden. Möglichst wenig Maschinengeschirrspülmittel verwenden und bevorzugt Kompaktwaschmittel mit genauer Dosierung anwenden.

Washingtoner Artenschutzabkommen

1973 haben die meisten Mitgliedstaaten der UNO ein Übereinkommen über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen abgeschlossen. Danach ist der Handel mit solchen Arten weitgehend verboten. Tiere der gefährdeten Arten dürfen nicht getötet werden und ihre Felle, Häute oder Zähne (Elfenbein) nicht gehandelt werden.
Umwelttipp: Der beste Artenschutz ist, Produkte z. B. aus Raubtierfellen, Schlangenhäuten und Elfenbein nicht zu kaufen.

Weichmacher

Bezeichnung für Stoffe, die Kunststoffen zugesetzt werden, um deren Eigenschaften wie Flexibilität, Weichheit, Dehnbarkeit zu verändern. Daneben werden Weichmacher auch bei der Herstellung von Lacken, Klebstoffen, Kautschuk u.a. eingesetzt. Einige Weichmacher sind gesundheitsschädlich. Bei Phthalsäureestern werden krebserzeugende und hormonartige Wirkungen vermutet.

Wespen und Hornissen

Wer kennt nicht die gelb-schwarzen Plagegeister, die im Spätsommer so richtig in Fahrt kommen. Oft haben sie sich ganz in der Nähe von Garten oder Terrasse häuslich eingerichtet. Wo früher die Feuerwehr herhalten musste, gibt es heute Fachleute, die Wespennester ganz einfach und ohne Gift umsiedeln. Adressen erhalten Sie bei der Umweltberatung. Auf keinen Fall sollte man so eine Aktion selbst durchführen, denn der Umgang mit diesen Tieren verlangt doch einiges an Fachkenntnis. Der Wespenumsiedler muss sich äußerst vorsichtig und langsam bewegen, so fühlen sich die Wespen nicht belästigt und bauen in aller Ruhe weiter an ihrem Nest. Wenn das Nest freigelegt ist, wird es sehr vorsichtig herausgenommen und für den Transport in einem Karton platziert.
Der Wespenspezialist trägt übrigens immer ein weißes Hemd bei der Arbeit, da Wespen von weißen Flächen nicht erregt werden.
Wespennester können im Frühjahr und Sommer zu einer immensen Größe heranwachsen, im Herbst sterben die Völker jedoch ab. Verlassene Nester werden nicht wieder besiedelt.
Horrorgeschichten erzählt man sich über die großen Brüder der Wespen, die Hornissen. Sie gehören ebenfalls zu den echten Wespen. Besonders ihre Größe lässt sie äußerst furchteinflößend erscheinen und der Volksmund glaubt zu wissen, dass bereits drei Hornissenstiche einen Menschen und sieben ein Pferd töten können. In Wirklichkeit sind Hornissen jedoch viel friedlicher als ihr Ruf. Das Gift von Hornissen ist nicht giftiger als das anderer Wespen. Hornissen sind als Opfer ihres schlechten Rufes nur noch selten anzutreffen und stehen mittlerweile auf der "Roten Liste".
Adressen von Wespen- und Bienenexperten findet man unter: www.hymenoptera.de.

Wildkräuter

Den Wildpflanzen (Unkraut sagen einige dazu) im Garten, Anlagen und Ackerfluren wird gar zu oft der Kampf angesagt. Sie werden als störend empfunden. Doch wissen wir eigentlich, was wir da Wertvolles vernichten? Das Sprichwort "Unkraut vergeht nicht" hat in der heutigen Zeit fast seine Gültigkeit verloren. Durch gezielte chemische Bekämpfung ist ihre Artenvielfalt in ihrem Bestand gefährdet. Mit dem Verschwinden zahlreicher Wildpflanzen gerät auch ihre Bedeutung z. B. als geschätzte Heil- und Gewürzpflanze oder Wildgemüse in Vergessenheit (Rezepte aus der Natur).
Wer in öffentlichen Anlagen und Gärten Wildkräuter erhalten und schützen will, stößt bei den meisten Bürgern auf wenig Verständnis. Schöllkraut, Knoblauchrauke, Giersch und Brennnessel entsprechen nun einmal nicht den ästhetischen Vorstellungen eines gepflegten Ortsbildes. Dabei sind Wildpflanzen unseren Kulturpflanzen weit überlegen. Sie sind widerstandsfähiger und passen sich Veränderungen schneller an. Sie finden als Wildgemüse in der Küche Verwendung und als Heilpflanze in der Volksmedizin. Auch im Naturhaushalt ist die Bedeutung der Wildpflanzen groß. Sie verhindern Erosionen, sie sind Wildnahrung und versorgen Weidetiere mit gesunderhaltenden Kräutern. Sie tragen zur Bodenverbesserung bei. Sie erschließen den Untergrund, binden zu hohe Mineralstoffmengen und durchlüften den Boden.
Wir sollten uns also nicht über eine Unkrautecke aufregen, sondern einmal hinsehen, ob ausgerechnet dort etwas besonderes lebt, wächst und duftet.

Wildkräuter als Heilpflanze

Als Heilpflanzen sind die meisten Wildkräuter wissenschaftlich noch nicht erforscht. Trotzdem werden sie in der Volksmedizin durch Überlieferungen wieder erfolgreich angewendet.
Warzen: Betupfen Sie Warzen mit dem gelben Saft des Schöllkrautes. In ca. 14 Tagen werden sie verschwunden sein.
Blasen: Beim Wandern stellt sich oft eine Blase ein. Ein Huflattichblatt, mit der rauhen Seite aufgelegt wirkt Wunder.
Insektenstiche: Wegerichblätter, zerrieben auf einem Mücken-, Bremsen- oder Bienenstich, lassen den Juckreiz verschwinden und es bilden sich keine Pusteln.
Kleine Beschwerden werden heute schon wieder mit Tees erfolgreich behandelt, nachzulesen in vielen Fachbüchern.

Winterfütterung

Im Winter Vögel zu füttern ist seht beliebt. Allerdings muss sie mit Bedacht durchgeführt werden, da bei unsachgemäßem Füttern der Schaden den Nutzen für die Vögel übersteigt.
Wie richtig gefüttert wird, erfahren Sie hier.