Umweltlexikon: R

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Recycling:

Bedeutet Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen, ihre Rückführung in den Wirtschaftskreislauf und die Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung). Zum Recycling geeignet sind vor allem Glas, Papier, Pappe, Kartonagen, Eisen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe. Voraussetzung für die stoffliche Verwertung ist eine möglichst sortenreine Sammlung der Wertstoffe oder ihre leichte Abtrennung (Sortierung) aus der Abfallfraktion (Abfalltrennung).
Umwelttipps: Wer konsequent Recyclingprodukte kauft, hilft mit, die natürlichen Rohstoffquellen zu chonen und die Abfallmengen zu verringern. Nicht nur bei Papierwaren nach Recyclingprodukten fragen. Es gibt auch Recyclingprodukte aus Kunststoff: Blumenkübel, Komposter, Abfallsäcke.

Regenwürmer:

Spielen bei der Bildung von Humus und für die Fruchtbarkeit des Bodens eine besondere Rolle. Sie lockern den Humus, erleichtern Luft- und Regenwasserzutritt und düngen mit ihrem Kot den Boden, wobei die Regenwürmer pro Jahr und Hektar etwa 44 bis 80 t Regenwurmkot hinterlassen. So summieren sich kleine Werte zu großen Wirkungen im Naturhaushalt.

Rezepte aus der Natur

Ein paar Rezepte, die hauptsächlich aus Produkten bestehen, die man so in der Natur findet, z. B. Wildkräuter.

  • Kräutersuppe:
    Zutaten für ca 8-10 Personen:
    Verschiedene Wildkräuter (z. B. Brennnessel, Bärenklau, Spitzwegerich, Sauerampfer, Löwenzahn, Wiesenknopf, Schafgabe, Rosenblüten, usw.), 1-2 Becher süße Sahne, Mehl, drei Zwiebeln, 2 l Gemüsebrühe, Salz , Öl.
    Zubereitung:
    Die Wildkräuter und die Zwiebeln klein schneiden und in Öl andünsten. Dann mit ca. 2 Liter Brühe auffüllen und 10 Minuten kochen. Ca. 3 Esslöffel Mehl in der Sahne verquirlen und unter die Suppe rühren. Dazu passt Brot mit Kräuterbutter.
  • Kräuterbutter:
    Zutaten für 8-10 Personen:
    250 g Butter, Salz, Wildkräuter (z. B. Löwenzahn, Schafgabe, Spitzwegerich, Sauerampfer, Wiesenknopf, usw.), dazu Brot oder Baguette.
    Zubereitung:
    Die Kräuter klein schneiden und mit Salz unter die weiche Butter rühren.
  • Holunder-Küchlein:
    Zutaten für 8-10 Personen:
    16 bis 20 Holunderblüten, 400 g Mehl, 8 Eier, 0,3 l Milch, Salz, Zucker, Öl; dazu Honig
    Zubereitung:
    Eier trennen und die Milch verquirlen. Das Mehl, 1 Prise Salz, 3 Esslöffel Zucker und 3 Esslöffel Öl dazugeben und alles zu einem Teig verrühren. Das Eiweiß zu Eischnee schlagen und unterheben. Die Holunderblüten waschen und auf einem Tuch abtrocknen. Dann die Blüten am Stiel nehmen und jede Dolde einzeln in den Teig tauchen und in heißem Öl backen. Mit Honig essen.

Rio-Konferenz:

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro von 1992 hat unter Beteiligung von 178 Staaten alle wesentlichen Komplexe der Umwelt- und Entwicklungspolitik erörtert. Mit den Konventionen zu Klima und biologischer Vielfalt, mit der Walderklärung und der Rio-Deklaration sowie dem Aktionsprogramm Agenda 21 und dem Beschluss zur Einrichtung einer Kommission der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (CSD) wurden die Grundlagen für eine qualitativ neue weltweite Zusammenarbeit in der Umwelt- und Entwicklungspolitik geschaffen.

Rio-Konvention:

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro ist zum Symbol des neuen Bewusstseins der gemeinsamen Verantwortung für "die eine Welt" geworden. Über 170 Staaten, darunter auch Deutschland, haben bisher das "Übereinkommen über die biologische Vielfalt" unterzeichnet. Damit wurde der Anfang für eine weltweit umfassende Naturpolitik gemacht.

Rote Liste:

In den sogenannten Roten Listen wird aufgeführt, welche Tier- und Pflanzenarten "gefährdet", "vom Aussterben bedroht" oder schon "ausgestorben" sind. In Deutschland gibt es etwa 50 000 Tierarten und rund 9 000 Pflanzenarten. Zur Zeit gelten bundesweit etwa 1 000 Tierarten und 850 Pflanzenarten als gefährdet. 64 Tierarten und 71 Pflanzenarten sind bereits ausgestorben.
Nähere Informationen erhalten Sie in der Umweltberatungsstelle der Stadt Kreuztal.