Umweltlexikon: P

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Pestizide

Sammelbegriff für alle chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel. Am häufigsten verwendet werden Insektizide, Herbizide und Fungizide. Viele Pestizide haben unerwünschte Nebenwirkungen. Sie konnten sich in der Vergangenheit in den Nahrungsketten anreichern und Menschen und Tiere beeinträchtigen. Durch gesetzliche Maßnahmen ist inzwischen erreicht worden, dass die Pestizidrückstände in den Nahrungsketten deutlich zurückgegangen sind.

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Wären besser unter der Bezeichnung Schädlingsbekämpfungsmittel zu führen.
Gebräuchlich in Fachkreisen ist auch der Ausdruck Pestizid. Sie dienen zum Schutz von Kulturpflanzen.
Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel sind:

  • Herbizide zur Unkrautbekämpfung
  • Insektizide zur Schädlingsbekämpfung
  • Fungizide zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten.

Für den Umweltschutz von besonderer Bedeutung:
Bei der Anwendung erreicht nur ein Teil der Pflanzenschutzmittel sein Ziel, der andere dringt in den Boden ein und gelangt durch Auswaschung ins Grundwasser. Viele der in Pflanzenschutzmittel enthaltenen Giftstoffe wie chlorierte Kohlenwasserstoffe haben die Eigenschaft, sich in der Nahrungskette anzureichern. Das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmittel regelt eine EG-Richtlinie. Die Verwendung von Pflanzenschutzmittel außerhalb einer land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung bedarf einer Ausnahmegenehmigung (z. B. Sportanlagen).
Einen Ratgeber zum Umgang mit Pflanzenschutzmittel erhalten Sie in der Umweltberatungsstelle.