Umweltlexikon: N

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Nachhaltige Entwicklung:

Das Leitbild der "nachhaltigen Entwicklung" ("Sustainable Development") (Agenda 21) stellt eine neue Konzeption sowohl der Raumordnungspolitik als auch der Umweltpolitik dar. Leitthema in der Raumordnung ist eine nachhaltige Raumentwicklung, die die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in Einklang bringt. Im Hinblick auf die Umweltpolitik wird ein Handeln aller auf die Umwelt und die Raumentwicklung wirkenden gesellschaftlichen Gruppen Produzenten und Konsumenten, öffentliche Institutionen und Privatpersonen dahingehend angestrebt, dass Umweltprobleme auch langfristig nicht mehr entstehen (vorsorgender Umweltschutz). Die Umweltmedien dürfen nur bis zu einem gewissen Umfang mit Schadstoffen belastet werden, in dem diese ohne grundlegende Schädigung bzw. Beeinträchtigung auch wieder abgebaut werden können. Für eine nachhaltige Entwicklung ist es darüber hinaus unerlässlich, bereits eingetretene Umweltschäden zu beseitigen bzw. auf ein vertretbares Maß zu reduzieren und so die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen auch weiterhin zu erhalten.

Nachwachsende Rohstoffe:

Sammelbegriff für stofflich und energetisch genutzte Biomasse (keine Futter- und Lebensmittel). Es handelt sich hier um land- und forstwirtschaftlich erzeugte Rohstoffe wie Holz, Flachs, Raps, Zuckerstoffe und Stärke aus Rüben, Kartoffeln oder Mais, die nach der Aufbereitung einer weiteren stofflichen oder energetischen Anwendung zugeführt werden können. Auch tierische Rohstoffe wie Wolle und Leder lassen sich im weitesten Sinn zu dieser Kategorie zählen. Der entscheidende Vorteil der nachwachsenden Rohstoffe im Vergleich zu fossilen Rohstoffen ist, dass die nachhaltig gewonnen werden können. Ein anderer Pluspunkt ist ihre CO2 Neutralität bei der Verbrennung, weil das bei der Verbrennung freiwerdende Kohlendioxid vorher von der Pflanze durch die Photosynthese zunächst einmal gebunden wurde.
Die bekannteste Anwendung der nachwachsende Rohstoffe ist der Einsatz von Holz in Feuerungen sowie auch von Biodiesel in Dieselfahrzeugen.

Nahrungskette:

Lebensgemeinschaften in Pflanzen- und Tierwelt sind durch Nahrungsketten miteinander verbunden: Von der Pflanze ernähren sich die Pflanzenfresser, die wiederum Fleischfressern als Nahrung dienen. Gelangen in irgendein Glied dieser unterschiedlich langen Nahrungskette Schadstoffe (z. B. Gifte aus chemischen Pflanzenschutzmitteln), so können sich diese in den Organismen anreichern. Die letzten Glieder einer Nahrungskette erhalten dann die größte, eventuell lebensbedrohende Dosis. Aus diesem Grund sind z. B. Greifvögel besonders gefährdet. Auch der Mensch steht am Ende einer Nahrungskette.

Natur:

Ist die ursprüngliche Beschaffenheit der Umwelt mit allem in ihr vorkommendem Leben, das sich selbst erhält, ohne künstliche Einwirkung oder Veränderungen.

Naturdenkmal:

Ist eine Einzelschöpfung der Natur, die wegen ihrer Schönheit oder wissenschaftlich, ökologisch oder historisch von besonderer Bedeutung ist (z. B. alte Bäume). Solche Naturdenkmale werden unter Schutz gestellt.
In Kreuztal stehen z. Zt. 36 Bäume als Naturdenkmal unter Schutz.