Umweltlexikon: I

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Igel

Besonders wohl fühlt sich der nachtaktive und winterschlafende Igel in abwechslungs- und deckungsreichem Gelände mit einheimischen, standortgerechten Pflanzen. Er liebt u.a. Laubwaldsäume mit Unterholz, Ortsränder mit Buschwerk und Hecken oder Gärten mit verwilderten "unaufgeräumten" Ecken.
Igel verbringen ihren Tag- oder Winterschlaf oft in Verstecken und Unterschlupfen wie Holzstapeln, Baumwurzeln, Erdmulden oder Reisig-, Stroh-, Laub- und Komposthaufen, wo er sein Nest angelegt. Wenn Sie ihn dort stören, rollt er sich zusammen und flieht nicht. Seien Sie daher besonders vorsichtig, wenn Sie Haufen im Garten umsetzen, Sträucher beseitigen oder ihren Rasen unter tief hängenden Zweigen mähen. Besonders gefährlich sind für Igel Wasserbecken, ebenerdige Regenwassersammelgefäße, Gartenteiche mit steilen Ufern, Lüftungsschächte und Baugruben.
Es geschieht häufig, dass Jungtiere, die Futter suchen, noch im November herumwandern. Nach dem Naturschutzgesetz dürfen Sie die Tiere füttern, aber nur, wenn sie nicht mehr als 500 g wiegen und verletzt oder offensichtlich krank sind. Geben Sie Igeln auf keinen Fall Milch, da das Tier aufgrund des hohen Milchzuckergehaltes Verdauungsstörungen bekommt. Am Besten füttern Sie Igel mit nicht verderblichem Trocken- oder Softfutter (z. B. Katzenfutter). Halten Sie Igel nicht als Haustiere, sondern sorgen Sie dafür, dass er in seinen Lebensräumen überleben kann.
Bei Problemen und weiterer Fragen helfen Ihnen Tierheime und die Umweltberatungsstelle der Stadt Kreuztal.

Insektizide

Gehören zu den Pestiziden und sind insektentötende chemische Schädlingsbekämpfungsmittel, die aber auch nützlichen Insekten schaden. So gehen durch Insektizide jedes Jahr rund 5000 Bienenvölker verloren. Über die Nahrungskette gelangen Insektizide auch in den Organismus anderer Tiere sowie des Menschen. Das gleiche gilt übrigens für das in den Haushalten verwendete Insektenspray. Durch den übertriebenen Einsatz von Insektiziden entwickeln sich Insektenstämme, die gegen Bekämpfungsmittel wiederstandsfähig sind. Die Verwendung von Insektiziden führt also zu einer erheblichen Störung des ökologischen Gleichgewichts.

Inversionswetterlage

Nennt man eine "austauscharme" Wetterlage, bei der die normalen Luftverhältnisse umgekehrt sind: wärmere Luft unten, kältere Luft oben und bei der kein oder fast kein Wind weht. Es findet also keinerlei Luftdurchmischung mehr statt. Vielmehr legt sich die warme Luftschicht wie ein Deckel über die kältere Luftschicht am Boden. In dieser kälteren Luftschicht sammeln sich immer mehr Schadstoffe an, weil sie nicht nach oben entweichen können. In Ballungsgebieten mit viel Abgasen aus Industrie, Haushalten und Verkehr kann sich die Inversionswetterlage besonders für ältere Menschen und für Kinder gesundheitsgefährdend auswirken.