Umweltlexikon: B

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Batterien

In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich rund 900 Millionen Tonnen Batterien und Akkumulatoren in Verkehr gebracht. Diese Batterien ob mit oder ohne Recyclingsymbol, dürfen nach der neuen Batterieverordnung (seit 01.10.1998) nicht mehr in die Restmülltonne gegeben werden. Alle Geschäfte, die Batterien verkaufen, müssen Batterien auch unentgeltlich zurücknehmen.
Besonders die kleinen Knopfzellen, die man in Uhren, Taschenrechnern oder Fotoapparaten benutzt, können Quecksilber enthalten. Andere Batterien enthalten Cadmium oder Blei. Es gibt keine "umweltfreundliche" Batterie, auch schadstoffarme Batterien enthalten beispielsweise Zink und belasten die Umwelt.
Tipp: Im Foyer des Rathauses der Stadt Kreuztal steht ein Sammelbehälter für alte Batterien.

Bäume

Sind die größten Pflanzen der Erde und daher die wichtigsten Lieferanten von Sauerstoff. Sie reinigen und erneuern die Luft, was gerade in den Städten sehr wichtig ist (Grüne Lunge). Sie halten auch mit ihren Wurzeln Wasser im Boden zurück und verhindern so seine Austrocknung.
Einheimische Baumarten bieten bis zu 300 verschiedenen Insekten Lebensraum. Auf fremdländischen Baumarten z. B. der Platane leben nur ein bis vier Insektenarten.

Biodiesel

Unter den alternativen Kraftstoffen ist Biodiesel in Deutschland am weitesten verbreitet. Ausgangsstoff ist Rapsöl, das chemisch zu Rapsölmethylester (RME) umgewandelt wurde. Dadurch lässt sich Biodiesel ohne größere Zusatzeinrichtungen in fast allen herkömmlichen Dieselmotoren einsetzen.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Tipps zur biologischen Schädlingsbekämpfung:

  • Spritzbrühe gegen Pilzbefall:
    25 Stengel Ackerschachtelhalm, 10 l Wasser Diese Brühe wirkt gegen Pilzbefall, Krautfäule und Milben. Man weicht den Ackerschachtelhalm 24 Stunden in Wasser ein. Die Brühe lässt man dann eine halbe Stunde kochen und verdünnt sie nach dem Filtrieren mit der fünffachen Menge Wasser. Nach dem Abkühlen ist die Spritz-Brühe einsatzbereit.
  • Mit Seife gegen Blattläuse:
    Nach längeren Regenperioden treten an Rosen und anderen Sommerblumen häufig Blattläuse auf. Mit einer selbst angesetzten Spiritus-Seifen-Lösung kann man der Läuseplage wirkungsvoll zu Leibe rücken. Dazu löst man 100 g Schmierseife in heißem Wasser auf, verdünnt das Ganze mit 5 l Wasser und gibt 150 ml Spiritus dazu. An bedeckten Tagen werden damit die befallenen Stellen besprüht.
  • Schnecken:
    • Trockener Kaffeesatz wirkt im Garten gut gegen Schnecken.
    • Bier in kleine, flache Gefäße gefüllt und in die Beete gestellt, ist eine sehr gute Schneckenfalle. Die Schnecken müssen täglich abgesammelt werden.
    • Das Gartensprengen auf die Morgenstunden verlegt, hilft seht gut gegen Schnecken.
  • Wespenfalle:
    Eine Wespenfalle stellt man ganz leicht her, indem man eine Limonadenflasche mit einem verbliebenen Rest offen stehen lässt. Die Wespen gehen zu Dutzenden hinein, können aber nicht wieder hinaus.
  • Ameisen im Haus:
    Man stellt eine kleine Schüssel oder ein Untertasse mit einer Mischung aus zwei Teilen Honig und einem Teil Hefe auf. Die Ameisen fressen gern Honig, aber an der Hefe gehen sie ein.
  • Schnakenplage in der Nacht:
    Stören Schnaken die Nachtruhe, legt man ein Taschentuch, auf das man einige Tropfen Nelkenöl gegeben hat, neben das Kopfkissen.
  • Tomaten gegen Stechmücken:
    Eine Tomatenpflanze ins Schlafzimmer oder davor auf der Fensterbank abstellen und die lästigen Blutsauger kommen erst gar nicht herein.
  • Pfefferminzöl gegen Mäuse_
    Eine "unblutige" Art, Mäuse loszuwerden: einfach Pappstreifen auslegen, die mit Pfefferminzöl getränkt sind. Mäuse hassen Pfefferminzgeruch und verschwinden sofort.
  • Essigdampf verjagt Fliegen:
    Ganz besonders unangenehm und unhygienisch sind Fliegen in der Küche. Einfach einige Tropfen Essigessenz auf eine warme Herdplatte geben und die Insekten verschwinden.
  • Silberfische mit Zucker und Borax vertreiben:
    Im Bad und in anderen feuchten Räumen finden sich manchmal Silberfische ein. Eine Mischung aus gleichen eilen Zucker und Borax vertreibt sie rasch.
  • Motten:
    Hält man mit kleingeschnittenen Orangenschalen und Gewürznelken aus dem Kleiderschrank fern.

Biomasse

Ist die gesamte durch tierische und pflanzliche Lebewesen anfallende organische Substanz: Stoffe aus Land- und Forstwirtschaft, aus Garten und Küche sowie Exkremente von Mensch und Tier. Biomasse kann als nachwachsender Rohstoff sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden. So entsteht Biogas u. a. bei der Vergärung von Abfällen. Eine weitere sinnvolle Nutzung von Biomasse ist die Kompostierung.

Biotope

Sind einheitliche, gegen benachbarte Gebiete gut abgegrenzte Lebensräume, in denen ganz bestimmte Tier- und Pflanzenarten in einer Biozönose leben. Beispiele für Biotope sind Seen, Wälder, Teiche, Moore oder auch Wiesen. In diesen Lebensräumen bildet sich durch die gegenseitige Abhängigkeit und Beeinflussung von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen mit der unbelebten Umwelt ein biologisches Gleichgewicht heraus.

Biozide

Sind Stoffe, die schädliche oder lästige Tiere, Pflanzen oder Mikroorganismen töten bzw. in ihrer Wirkung beeinträchtigen (Fungizide, Herbizide, Insektizide, Pestizide).

Biozönose

Lebensgemeinschaft aller in einem bestimmten Biotop lebenden Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen. Sie sind voneinander abhängig und stehen mit der unbelebten Umwelt in Wechselbeziehung.

Blauer Engel

Umweltzeichen, das zur Kennzeichnung von Produkten dient, die im Vergleich zu anderen Gütern mit demselben Gebrauchszweck als umweltfreundlich zu bezeichnen sind.

Blumen

Sind nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch wichtig als Nahrung vieler Tiere. Durch die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln verschwinden immer mehr wildwachsende Pflanzen aus der Natur.
Umwelttipp: Wer die Natur schützen und schonen will, lässt Pflanzen stehen. Info-Broschüren über den Umgang mit Wildkräutern erhalten Sie in der Umweltberatungsstelle.

Bodenorganismen

In einer Hand voll Erde leben mehr Organismen als Menschen auf der Erde. Boden ist Lebensraum für verschiedenste Organismen: Bakterien, Pilze, Algen und Bodentiere. Diese stabilisieren die Bodenstruktur, bauen organisches Material ab, liefern dadurch Pflanzennährstoffe nach und tragen wesentlich zur Bildung von Humus bei. Eine intakte Bodenfauna und -flora ist entscheidend für die nachhaltige Fruchtbarkeit des Bodens.

Bodenversiegelung

Wenn der Boden durch Baumaßnahmen, z. B. im Straßenbau, mit einer völlig undurchlässigen Schicht (z. B. Asphalt, Beton) abgedeckt ("versiegelt") wird, kann an diesen Stellen kein Wasser einsickern.
Umwelttipp: Bei der Gestaltung von Parkplätzen und Garagenzufahrten am eigenen Haus Befestigungsmaterial verwenden, das durchlässig ist und noch einen Grasbewuchs zulässt.