Station 21: Grube "Theodora"

Foto: Hütte Theodora

Hütte Theodora

Eine der kleinen Gruben an der Martinshardt, die von einer selbständigen Gewerkschaft betrieben wurde, war der „Stollen Theodora“ im Zitzenbachtal bei Ferndorf. Man hoffte offenbar, auch hier noch auf die Ausläufer der St. Jakobs-Kluft zu stoßen, deren Erzgänge die Ferndorfer Gruben des Wildenmannes Mitte des 19. Jahrhunderts mit großem Erfolg abbauten. Doch es kam alles anders. Nach 8 Jahren mühevoller Arbeit, in denen man vergeblich nach Erz Ausschau hielt, wurde der Stollen aufgegeben. 266 m Strecken von 2 m Höhe und 1,20 m Breite hatte man vergebens aufgefahren und fast 600 Kubikmeter Fels zu Tage gefördert. Mit der Zeit verfiel das Stollenmundloch und alles geriet in Vergessenheit. 1965/66 wältigten einige Bergbaubegeisterte aus Ferndorf den Stollen wieder auf. Im nördlichen Nebenstollen, unmittelbar vor der Ortsbrust, fanden sie eine zurückgelassene hölzerne Schubkarre und weitere Bergmannswerkzeuge, die inzwischen in der Ferndorfer Heimatstube ausgestellt sind. Die Grube Theodora ist heute neben dem Stahlberger Erbstollen die einzige noch zugängliche Grube des Müsener Reviers.