Station 17: Grube "Jungermann"

Foto: Eingang Grube Jungermann

Eingang der Grube Jungermann

Südlich der Glücksanfanger Stollen setzt der Erzgang des Jungenmannes an. Mit 1 bis 3 m Mächtigkeit war er neben dem Kuhlenberg das bedeutendste auf Ferndorfer Gebiet abgebaute Vorkommen von Bleiglanz, Zinkblende, Braun- und Spateisenstein. Durch den Jungemänner Tagesstollen, dessen Mundloch nahe dem Oberen Glücksanfanger Stollen liegt, wurde schon vor 1722 gefördert. Der Abbau erfolgte zunächst von drei Sohlen oberhalb des Tagessstollens. Da sich das Erzlager nach unten erweiterte, bot sich die Gewinnung vom 46 m tieferen „Tiefen Glücksanfanger Stollen“ aus an. Dazu trieb man ein 180 m langes Flügelort bis unter das Jungemänner Lager vor und konnte dieses nun im Firstenbau von unten abbauen. Ab 1826 führten mehrere Gesenke zum 22 m tieferen Wildemänner Erbstollen, erschlossen so weitere Vorkommen und ermöglichten die Förderung zur Müsener Seite der Martinshardt. Ein weiteres, 120 m langes Flügelort erreichte in der gleichen Zeit die südlich gelegene Grube Sonnenberg. 1885 stand der Abbau in voller Blüte; der Erzgang konnte in mehreren Sohlen bis zum –Prinz-Wilhelmer Flügelort des Stahlberger Erbstollens, 120 m unter dem Wildemänner Erbstollen, abgebaut werden. Um 1900, als sich der Abbau schon weit in die Tiefe verlagert hatte, fuhr der letzte Bergmann von der Ferndorfer Seite aus ein.