Station 13: "Wilhelmsruh"

Foto Wilhemnsruh

Vor Einrichtung des Reichsarbeitsdienstes (RAD) durch die Nationalsozialisten existierte bereits in Ferndorf ein Arbeitsdienstverein auf freiwilliger Basis. Das war ein lockerer Zusammenschluß von Arbeitslosen, die freiwillig Arbeitsdienstarbeiten verrichteten. Die Männer beschäftigten sich unter anderem mit dem Bau neuer Wege. So haben sie Forstwege gebaut, z.B. den von der Waldesruh zum Birkhahn. Sie leisteten dabei schwerste körperliche Arbeit mit Hacke und Schaufel; die Arbeit wurde lediglich durch eine Lorenbahn erleichtert, die man zum Abtransport des steinigen Abraums nutzte. An einer Stelle, die heute in einem hohen Fichtenbestand liegt, haben die Männer einen Rastplatz angelegt und ihn an der Bergseite mit einer Trockenmauer abgestützt. Sie nannten diesen Platz nach ihrem Anführer Wilhelm Münker „Wilhelmsruh“. Lediglich bei den Älteren im Dorf ist dieser Name heute noch bekannt.

Quelle: Ferndorfer Dorfchronik Band 2