Littfeld

Historie:

Littfeld war Jahrhunderte hindurch ein Dorf der Bergleute. In einer Schenkungsurkunde von 1079/89 wird erstmals ein Ort Henninghausen erwähnt, Forscher sehen darin Heimighausen, das im Littfelder Grubental gelegen haben muss. Im Diözesanregister um 1300 erscheint auch "Litphe" als zur Sedes Siegen gehörig. 1461 gehörte der Ort zum Kirchspiel Krombach, zählte 25 schatzungspflichtige Personen und war damit bereits volkreicher als Krombach und Ferndorf.

Ausgrabungen auf dem Altenberg, der Passhöhe zwischen Müsen und Littfeld, belegen das Vorhandensein einer Siedlung in der Zeit zwischen 1000 bis 1350. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert hatten die Herren von Holdinghausen Besitz und Einfluss in Littfeld und besaßen Jagd- und Fischereirechte. Littfeld war im 17./18. Jahrhundert nach Siegen der volkreichste Ort im Siegerland, der 1690 bereits 60 Häuser zählte. Geriet der Bergbau nach 1700 in Schwierigkeiten technischer Art, so verhalfen ihm die Erfindungen des späteren Oberbergmeisters Johann Heinrich Jung wieder zu Rentabilität. In Littfeld förderten die Gruben Altenberg, Heinrichsegen und Viktoria.

Die Eröffnung der Bahnlinie 1861 brachte einen weiteren Aufschwung des Grubenbetriebes, dessen Ende jedoch nach dem 1. Weltkrieg kam. In den letzten Jahrzehnten haben kleinere und mittlere Betriebe der Eisenindustrie Littfeld zu einer Industriegemeinde mit nahezu 3.000 Einwohnern werden lassen.
(Quellen: Stadtarchiv Kreuztal; Werner Wied, Kreuztal - Junge Stadt am Kindelsberg, 1969)

Wappen:

Foto: Wappen Littfeld

Im quergeteilten Schild steht oben auf blauem Grund ein silberner "Grubenhund", als Symbol des alten Bergmannsdorfes. Ein blaues Hifthorn auf goldenem Grund füllt den unteren Teil des Schildes.

Geographie:

Fläche: 8,5 qkm
Länge der Stadtteilgrenze: 18,0 km
Nord-Süd-Durchmesser: 5,7 km
Ost-West-Durchmesser: 3,7 km

Verkehrslage:

Littfeld ist Haltepunkt der Bahnstrecke Hagen-Siegen. Der Stadtteil liegt an der B517 (Hagener Straße), der Verbindungsstraße in Richtung Kirchhundem.

In Littfeld

ist die Bergbauwüstung Altenberg, zwischen Littfeld und Hilchenbach-Müsen gelegen, historisch bedeutsam. Dort finden sich Siedlungs-, Bergbau- und Verhüttungsreste aus dem frühen 13. Jahrhundert sowie ein beschilderter Rundweg durch die ehem. Bergbausiedlung. Geführte Wanderungen zur Bergbausiedlung Altenberg und auf einem bergbaukundlichen Rundweg durch Littfelder und Müsener Bergbaugebiet werden vom Verein Altenberg & Stahlberg in Hilchenbach-Müsen angeboten.

Die heimatkundliche Sammlung des Heimatvereins Littfeld-Burgholdinghausen e.V., Hagener Str. 428, "Bürgertreff Kapellenschule", enthält - neben Geräten aus Haus-, Land- und Waldwirtschaft - ca. 700 Bilder von Alt-Littfeld und fast das gesamte Schriftwerk von Joh. Heinrich Jung, genannt Stilling, darüber hinaus eine sudeten-deutsche Ecke.