Kreuztal

Historie:

Der heutige Stadtteil Kreuztal geht auf die frühere Gemeinde Ernsdorf zurück, dessen Ersterwähnung 1417/18 erfolgte. Ernsdorf, der zentrale Ort im Amt Ferndorf-Krombach, war bereits im 15. Jh. Sitz des Schultheißen, zur Franzosenzeit Sitz des Bürgermeisters.

"Kreuzthal", zunächst nur eine Flurbezeichnung der Gemarkung Ernsdorf, taucht 1826 im Taufbuch der Kirchengemeinde Ferndorf erstmals als Ortsangabe auf.

Nachdem Kreuztal endgültig 1859 Wohnsitz des Amtmannes, 1867 auch des Rendanten, wurde, entstand hier schließlich das Amts-/ heutige Rathaus. 1928 wird "Kreuztal" zur amtlichen Bezeichnung der Gemeinde. Mit der Stadtwerdung 1969 gab der Ort (heute 31.500 Einwohner) seinen Namen für die gesamte Stadt.

1835 gab es bereits eine über Kreuztal verkehrende Personenpost. Den entscheidenden Anstoß für seine Entwicklung erhielt der Ort jedoch durch den Bau der Eisenbahn. So wurde 1861 die Ruhr-Sieg-Strecke eröffnet und von 1880 bis 1888 stufenweise die Nebenstrecke Erndtebrück-Laasphe-Marburg ausgebaut. Kreuztal war Bahnknotenpunkt geworden, eine starke wirtschaftliche Entwicklung die Konsequenz. 1837 wurde der Kreuztaler Walzwerkverein gegründet und drei Jahre später nahm das Werk seinen Betrieb auf. Es war der Ursprung der Kreuztaler Industrie. Die günstige Verkehrslage zog weitere Betriebe an. Nach 1856 wurde in Langenau die Kreuztaler Hütte erbaut, deren Ende mit der Wirtschaftskrise nach 1929 kam. Hier produzieren heute namhafte Betriebe der Blech- und Stahlverarbeitung. Im Stadtzentrum entstand neben dem Sportzentrum mit Sportstadion, Dreifach- und Zweifachhalle das Schulzentrum mit den weiterführenden Schulformen Gymnasium, Realschule und Gesamtschule.
(Quellen: Stadtarchiv Kreuztal; Werner Wied, Kreuztal - Junge Stadt am Kindelsberg, 1969)

Wappen:

Foto: Wappen kreuztal

Im oberen Querfeld liegt auf goldenem Grund das blaue Hifthorn, seit 1470 das altehrwürdige Zeichen im Siegel des Schöffengerichts. Die untere Schildhälfte beherrscht ein goldener Schragen, d.h. zwei gekreuzte Schrägbalken, die auf blauem Grund das Talkreuz symbolisieren, in dem sich der Ort entwickelte.

Geographie:

Fläche: 4,6 qkm
Länge der Stadtteilgrenze: 14,0 km
Nord-Süd-Durchmesser: 4,65 km
Ost-West-Durchmesser: 1,75 km
Markanter Punkt: Kindelsberg mit Aussichtsturm, 618 m ü NN

Verkehrslage:

Kreuztal als Mittelpunkt des nördlichen Siegerlandes ist an den Bahnstrecken Hagen-Siegen und Marburg-Siegen gelegen, sowie der Knotenpunkt dreier Bundesstraßen (B 54, B 508, B 517) und der Landstraße 908. Über die Hüttentalstraße (HTS) besteht eine direkte Verbindung zur BAB 45, Anschlussstelle Siegen (17 km). Durch die Weiterführung der HTS nach Norden erfolgte zum Jahresende 2006 der Anschluss an die A4, AK Olpe-Süd (12 km), auf der Krombacher Höhe.

In Kreuztal

grüßt uns das Wahrzeichen der Stadt, der 22 m hohe Kindelsbergturm - ein Aussichtsturm mit Rasthaus auf dem Kindelsberg (618 m ü. NN), erbaut im Jahre 1907 vom Sauerländischen Gebirgsverein.

In Dreslers Park befindet sich das Bürger- und Kulturzentrum mit Bibliothek und Stadtarchiv in den von der Fabrikantenfamilie "Dresler" zwischen 1860 und 1880 erbauten Gebäuden "Gelbe Villa" und "Weiße Villa". Weitere Gebäude sind "Wagenremise", "Kutscherhaus", "Musikpavillon" und "Gartenhaus".

Das Stadtzentrum bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.