Entwurf Kalkmann

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Dem Entwurfsvorschlag des Büros Kalkmann liegt noch keine feste städtebauliche Konzeption zu Grunde. Vielmehr schlägt das Büro für Kreuztal das Leitbild „ein roter Faden“ vor, das innerhalb eines Entwurfsprozesses mit städtebaulichen Inhalten gefüllt werden soll. Das Leitbild ist angelehnt an die industrielle Vergangenheit der Stadt Kreuztal, die metallverarbeitende Industrie, glühendes Metall bzw. glühenden Draht (= „roter Faden“). Dieser rote Faden kann sich durch die Kreuztaler Innenstadt schlängeln und darüber hinaus die attraktiven Punkte des erweiterten Innenstadtbereichs (z.B. Dreslers Park und Kulturbahnhof) verbinden.

Die Planung zeigt beispielhaft Vorschläge für eher kleinteilige Gestaltungselemente, deren genaue Kombination und Ausführung unter Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet werden sollen. Der beispielhafte Vorschlag für die Neugestaltung bleibt dabei eng am Bestand orientiert und erhält weitestgehend die vorhandenen Platzstrukturen und Pflasterflächen. Die Arkaden sollen entfernt und die Bäume zurückgeschnitten werden. Die Anforderungen des Wochenmarktes können bei der konkreteren Platzplanung mit berücksichtigt werden.

Vorschläge für einzelne Gestaltungselemente orientieren sich am Thema „Wasser + Licht“. Besonders wichtige Elemente sind ein skulpturaler Brunnen und ein Edelstahlband, das als „Wasserlauf“ vom nördlichen bis in den südlichen Platzbereich mäandriert. Neben dem Brunnen könnten weitere Wasserspiele unterschiedlichen Typs im Platzraum integriert werden. Angedacht ist, im nördlichen Bereich Wasserelemente eher in Orte zum Aufenthalt zu integrieren und im südlichen Bereich Wasserspielmöglichkeiten zu schaffen. Die Wasserspielelemente können so angelegt werden, dass sie eine Ebene mit der Platzfläche bilden und damit überfahrbar bleiben. Lichtkunstelemente könnten einerseits die Wasserelemente in Szene setzen und das Wasser leuchten lassen. Auch Lasershows oder Gebäudebeleuchtungen sowie Darbietungen von Lichtkünstlern sind denkbar.

Für den Bereich Marburger Straße ist eine Vereinheitlichung der Pflasterung angedacht und die Einrichtung von Zonen zum Verweilen. Eine weitere Gestaltungsidee sind punktuelle „Schattenspender“, die Schutz vor Sonne, aber auch vor Regen bieten. Trinkwasserbrunnen und Infotafeln oder -reliefs könnten weitere Kristallisationspunkte in der Marburger Straße bilden.