Girls und Boys Day bei der Stadt Kreuztal

Mittwoch, 04.05.2016

In diesem Jahr haben sieben Mädchen und elf Jungen am Girls & Boys Day und der  Berufsfelderkundung teilgenommen.

In sieben Kindergärten, im Amt für Bauordnung, auf dem Baubetriebshof und in der Bibliothek bestand die Möglichkeit einen typischen Berufstag mit all seinen Arbeitsläufen kennen zu lernen.

Monika Molkentin-Syring Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kreuztal besuchte einige der Schülerinnen und Schüler an ihren Einsatzorten, um etwas mehr über die Motivation und die geplante Zukunft der Jugendlichen zu erfahren.

In den Kindergärten Buschhütten, Hessengarten und Krombach sowie im Familienzentrum Fritz-Erler-Siedlung erzählten die teilnehmenden Jungs und das Mädchen differenziert vom externen Lernort.

Buschhütten
Sefa Ergün, 15 Jahre, 8. Klasse der Clara Schumann Gesamtschule (CSG), erzählte, dass er sich gut mit kleinen Kindern auskenne und mit ihnen zurechtkomme, denn seine kleine  Schwester geht in diesen Kindergarten. Er fühlt sich als Ansprechpartner für das LEGO-Spiel von den Kindern herzlich angenommen. Die Kinder finden ihn gut, sagte auch Christel  Stücher, die Leiterin des Kindergartens.
Furkan Cilingir, 14 Jahre, 8. Klasse der CSG, hat sich diesen Einsatzort ebenfalls freiwillig und selbstständig ausgesucht. Er kann sich vorstellen im Nebenjob als Erzieher zu arbeiten. Er möchte aber lieber studieren und strebt dafür das Abitur an.
Lisa Neumann, 13 Jahre, 8. Klasse Realschule, möchte keinen Männerberuf ausprobieren, ihr gefallen Frauenberufe. Der der Erzieherin ist für sie gut vorstellbar. Sie wird aber noch in einer Apotheke und einer Verwaltung einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Hessengarten
Regjep Zikolli, 15 Jahre, 8. Klasse der CSG, ist im Hessengarten, weil seine kleine Schwester da ist. Regjep bringt und holt sie auch ab. Er kennt den Kindergarten gut und mag Kinder. Dennoch möchte er die 10. Klasse machen und dann KFZ-Mechatroniker werden. Sein Vater und der Großvater sind seine Vorbilder.
Mert Avci, 15 Jahre, 8. Klasse der CSG weiß hingegen nicht genau was er mal beruflich  machen will, er ist seinem Freund Regjep gefolgt, um sich den Kindergarten mal anzusehen. Er möchte aber das Fachabi machen und dann etwas mit Zeichnen, Malen und Gestalten  berufliche umsetzen.

Familienzentrum FES
Noel Romero, 14 Jahre, 8. Klasse der CSG, war selbst in diesem Kindergarten und heute ist seine kleine Schwester da Kindergartenkind. Er findet es schön mit Kindern zu spielen. Auf der Plattform „Planet Berufe“ konnte er sich auch über die Verdienstmöglichkeiten im Beruf des Erziehers informieren. Allerdings möchte er beruflich in den IT-Bereich und plant dafür das Abitur.
Marcel Pfeiffer, 13 Jahre, 8. Klasse der Realschule, wollte eher nicht in einem  Blumenfachgeschäft arbeiten, deshalb entschied er sich selbstbewusst für den Einsatz im  FESFamilienzentrum. Er wohnt nah und war selbst in dieser Einrichtung. Aus dieser Zeit  berichtete er, dass er sich mit einem Erzieher vor Ort vertrauter gefühlt hat, diesem konnte er einfach mehr erzählen. Außerdem seien ihm schon früher die Mädchen- und Jungengruppen aufgefallen. Seine Mutter unterstützt seine freie Entscheidung. Er sieht sich aber nicht als Erzieher sondern möchte eher in den kaufmännischen Bereich. Er mag Mathe und Politik. Über Verdienstmöglichkeiten im Erzieherberuf wurde in der Schule gesprochen.
Renate Kirstein, die Leiterin der Einrichtung, erläuterte den Jungs, dass ein Kindergarten nicht nur ein Spielort ist, sondern wie eine kleine Firma funktioniert und auch kaufmännische Tätigkeiten jeden Tag ausgeführt werden müssen. Büroarbeit, Teamleitung, Berichterstattung bedeuten umfangreiche, nicht sichtbare Hintergrundarbeit.

Krombach
Tom Luca Flecht, 14 Jahre, 8. Klasse der CSG, besuchte quasi seinen eigenen Kindergarten. Er möchte nicht Erzieher werden und hat noch keine Idee, was er mal machen wird. Allerdings besucht er demnächst noch im Rahmen der Berufsfelderkundung eine Folierfirma und ein Fahrzeugunternehmen.
Angelo Leocarta, 14 Jahre, 8. Klasse der CSG, macht es großen Spaß mit den Kindern  umzugehen. Er möchte das Abitur machen und später eher selbstständig arbeiten. In der  Berufsfelderkundung soll noch Laborarbeit und Versicherungswesen hinzukommen.
Leon Alsdorf, 14 Jahre, 8. Klasse der CSG, wohnt ganz nah am Kindergarten und kennt sich auch aus. Dennoch plant er für später eher etwas Handwerkliches, dazu wird er noch eine Lackier- und eine Werkzeug- und Maschinenfirma erkunden.
Die Leiterin Anja Griffel berichtete noch aus der täglichen Arbeit und stellte sich im Anschluss auch gerne noch der Bilddokumentation.

Beim letzten Tagesbesuch traf Monika Molkentin-Syring die Schülerinnen Kim Celina Sauer, 13 Jahre, Städtisches Gymnasium Kreuztal (SGK), und Louise Dornseifer, 14 Jahre, SGK, sowie Dipl.-Ing. Architektin Birgit Schapals an einer Baustelle in Buschhütten. Hier ging es inhaltlich um eine Bauüberwachung und eine Schlussabnahme vor Ort. Louise Dornseifer wollte den Beruf der Architektin in der Praxis kennenlernen, da in ihrer Familie auch jemand Architekt ist. Vorab jedoch führte Frau Schapals die Schülerinnen in andere Abteilungen der Verwaltungen. Dort erfragten die Mädchen in kurzen Interviews etwas über den Tiefbau und das Friedhofswesen. Hier gab es überall viel Anerkennung und Lob für die freundlichen und interessanten Auskünfte der Beschäftigten der Stadt.

Nahezu alle Jugendlichen wohnen in der Nähe ihres Einsatzortes und haben sich diesen selbst ausgesucht. Die meisten Jungen fanden die Zeit im Kindergarten gut und es hat ihnen viel Spaß gemacht. Die Mädchen waren sowohl im technischen als auch im erzieherischen Bereich sehr zufrieden mit ihrer Platzwahl. Alle Befragten betonten immer wieder, dass ihre Eltern die eigenständige Auswahl des Einsatzortes unterstützen. Voll des Lobes waren sie auch für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Kreuztal in den jeweiligen Einsatzorten.

Als Fazit bleibt zu benennen: der Boys & Girls Day war bei allen – ein rundum gelungener Tag bei der Stadt Kreuztal