Frauenwanderung zu Kreuztals bekanntestem Gipfel

Mittwoch, 17.02.2016

Mit der Erwanderung des Kindelsberges (618 m) und einem Unternehmerinnengespräch mit Natascha Münker, Chefin des Rasthauses auf dem Gipfel, startete die erste Frauenwanderung in Kreuztal.

10 Teilnehmerinnen trafen sich, um bei Gesprächen, körperlicher Ertüchtigung und sagenhafter Geschichte, den Kreuztaler Gipfel auf verschlungenen Wegen zu erwandern. Anstatt des erwarteten Schnees, waren die Wege verschlammt und rutschig. Erst auf der Höhe des „Glitzerweges“, hier wurden in der Vergangenheit auch Metallspäne zur Wegeauffüllung und -befestigung abgekippt, wurde die Wegebeschaffenheit anders, so dass die eingelegten Pausen mit gesundheitsstärkenden Übungen, die ALFA COACH® Sylvia Siegmund an die Teilnehmerinnen weitergab, auf rutschfestem Terrain ausgeführt werden konnten. Neben den Übungen wurde auch historisches Wissen über den Turmbau auf dem Gipfel des Kindelsberges vermittelt.


An der auf dem Gipfel stehenden Kaiserlinde angekommen, erfuhren alle Teilnehmerinnen von Sylvia Siegmund über die Geschicke und die Geschichte „des Fräuleins vom Kindelsberg“, die Burg und die Ritter vom Kindelsberg. Die Sage rund um den Kindelsberg findet sich in vielfältig abgewandelter Form und sie hat auch in der Grimm´schen Sagensammlung einen festen Platz (http://www.kindelsberg.de/historie/?PHPSESSID=1754aa27bd36346661b4795e10dd1c2e).


Die Wanderinnen erstiegen den Aussichtsturm und hatten, bei bestem Wetter, eine wunderbare Rundumsicht auf die in der Ferne liegende Region des Siebengebirges, aber auch auf die im Tal liegende HTS und die Krombacher Brauerei.
Ganz und gar nicht sagenhaft, sondern sehr realitätsnah waren der Kontakt und das Gespräch mit der Unternehmerin und Chefin des Kindelsberger Rasthauses Natascha Münker. Münker kochte und servierte zunächst Maronen-Kartoffelsuppe, einen frischen Salat und zum Abschluss ein großes Stück frisch gebackenen Pflaumenkuchen zum Kaffee. Während des Essens nahm sich die Unternehmerin Zeit für ein gemeinsames Gespräch und die Wanderinnen stellten viele Fragen zur Selbstständigkeit an diesem markanten Punkt in Kreuztal.

Münker berichtete, dass sie die Arbeit ihres Vaters mit großem Engagement weiterführt. Neben langjähriger praktischer Erfahrung durch das Elternhaus verfügt sie als ausgebildete Küchenmeisterin über alle Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse die sie benötigt, um das Rasthaus so erfolgreich führen zu können. Heute führt sie das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Sohn, der auch für Marketing und Presse verantwortlich zeichnet.


Besonders beeindruckt waren die Teilnehmerinnen des Gespräches davon, dass nahezu 30 Personen, viele davon in Teilzeit, oder als Aushilfen, beschäftigt werden. Natascha Münker berichtete von eklatantem Fachkräftemangel in diesem Bereich. Gesucht werden aktuell, auch von ihr, gerne ältere, sehr zuverlässige und gut ausgebildete Servicekräfte, aber auch für Spitzenzeiten Aushilfen für alle anderen Bereiche im Rasthaus (Theke, Küche etc.). SchülerInnen, StudentInnen sind dabei ebenfalls willkommen.


Neben einer umfangreichen Speisenkarte und einem kulinarischen Kalender bietet sie die Räumlichkeiten für Veranstaltungen und besondere Events an. Das Wirtshaussingen im März und Oktober mit jeweils ca. 120 Personen und live gezeigte Fußballübertragen gehören dazu.


Mit diesen interessanten Informationen erfolgte noch ein reger Informationsaustausch am Tisch, dann verließ die Wandergruppe den Kreuztaler Gipfel, um zurück an den Fuß den Kindelsberges nach Ferndorf zu laufen. Auf dem Rückweg kreuzte, zur Freude der Teilnehmerinnen, am Himmel ein großer Trupp Kraniche die Wandergruppe.


Schnee konnte die Kreuztaler Gleichstellungsbeauftragte Monika Molkentin-Syring als Veranstalterin den Teilnehmerinnen nicht bieten, allerdings war der Tag mit Wissensvermittlung, Informationen und Anregungen gefüllt. Sylvia Siegmund sorgte, von allen Teilnehmerinnen sehr begrüßt, für die ganzheitliche körperliche und geistige Ertüchtigung.


Die nächste Wanderung ist bereits für Samstag, den 24. September 2016, in Planung. Der Besuch eines nahegelegenen von Frauen geschaffenen Kulturwanderweges ist vorgesehen.